SUSANNE HAHN- BUSINESS COACH
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Susanne Hahn unterstützt Frauen dabei, mutig ihren eigenen beruflichen Weg zu gehen. Als Gründungsberaterin und Business Coach verbindet sie betriebswirtschaftliche Expertise mit tiefem Verständnis für die persönlichen Herausforderungen von Frauen, die sich neu orientieren oder ein Business aufbauen wollen. Mit Empathie, Struktur und einem klaren Blick für Potenzial begleitet sie Frauen dabei, ihre Ideen in ein authentisches, tragfähiges Business zu verwandeln.
Susanne, was war dein persönlicher Weg in die Gründungsberatung?
Bevor ich im Jahr 2017 mein eigenes Unternehmen gründete, sammelte ich über viele Jahre
wertvolle Erfahrungen in unterschiedlichen Festanstellungen, meist in beratenden Tätigkeiten.
Dabei arbeitete ich stets mit Menschen zusammen, die den Wunsch hatten, sich beruflich neu
zu orientieren. Die Festanstellung entsprach jedoch aus verschiedenen Gründen nicht meinen
Vorstellungen und es war bereits sehr früh dieser Wunsch da, etwas eigenes zu gestalten. Als
Angestellte empfand ich die starren Strukturen und festen Vorgaben oft als sehr einschränkend und nicht kreativitätsfördernd. Auch die finanziellen Aufstiegsmöglichkeiten waren begrenzt und trotz der vermeintlichen Sicherheit fehlten mir Sinnhaftigkeit und motivierende Ziele. Im Jahr 2017 traf ich schließlich die Entscheidung: Ich werde mich selbstständig machen und gehe all in. Nach der Gründung begann ich zunächst als Karrierecoach zu arbeiten, bekam dann das Angebot, als Gründerinnen zu coachen, und entdeckte direkt meine Leidenschaft dafür. Dank meines betriebswirtschaftlichen Studiums und fundierten Coaching-Ausbildungen konnte ich meine Expertise und meine Begeisterung, Frauen in ihrer beruflichen Weiterentwicklung zu begleiten, optimal miteinander verbinden.
Deine Arbeit richtet sich besonders an Frauen, die alternative Wege gehen möchten – warum
ist dir diese Zielgruppe so wichtig?
Mein Coachingangebot richtet sich vor allem an Frauen, die unkonventionelle Wege
einschlagen möchten. Das hängt vor allem damit zusammen, dass ich es sehr wichtig finde,
genau diese Frauen und ihre Ideen zu sehen und zu fördern, um auf diesem Weg zu mehr
Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft beitragen zu können. Frauen werden leider immer
noch strukturell benachteiligt und in der Arbeitswelt mit ihrem Potenzial oft übersehen oder in
ihrer Arbeitskraft ausgebeutet. Viele der Frauen, mit denen ich zusammenarbeite, haben sich bis ins Burnout gearbeitet, wurden als Mütter nicht mehr gefördert oder haben sich aufgrund einer Neurodivergenz wie zB. ADHS, Autismus oder Hochbegabung übermäßig anpassen
müssen, was zu einer großen Unzufriedenheit und Erschöpfung führen kann. Diese Frauen
möchte ich mit meiner Arbeit begleiten, neue Wege zu finden und ein Business zu gestalten,
das zu ihren Bedürfnissen passt, ihren Werten entspricht und mit dem sie eine Möglichkeit finden, ihr Potenzial wirklich zu nutzen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es viele Möglichkeiten gibt und es sich sehr lohnt, in sich selbst zu investieren und das eigene Arbeitsleben so zu gestalten, dass es zur Persönlichkeit passt und so viel mehr Erfüllung bringt, als einen 9-to-5-Job auszuüben, den man doch eigentlich gar nicht will.
Welcher innere Glaubenssatz blockiert die meisten Gründerinnen – und wie unterstützt du sie
bei der Transformation?
Ich weiß, dass der Weg in die Selbstständigkeit nicht einfach ist. Eine Selbstständigkeit professionell aufzubauen ist sowohl auf emotionaler als auch auf fachlicher
Ebene komplex. Oft zeigen sich gerade in dieser Phase negative Glaubenssätze, die
ausbremsen können, wenn sie nicht erkannt und gelöst werden. Oft sind es Glaubenssätze wie: Ich muss alles perfekt machen! Ich bin nicht gut genug! Ich habe nicht genug Erfahrung oder Wissen! Ich muss alles alleine schaffen! Je nachdem, wie stark diese Glaubenssätze
ausgeprägt sind und belasten, kann mein Coaching dazu beitragen, diese Blockaden erst
einmal zu erkennen. Das ist bereits der erste große Schritt. Es ist auch wichtig, den Sinn dieser Glaubenssätze zu verstehen. Meist verbirgt sich hinter diesen Gedanken eine erlernte
Strategie, oft aus der Kindheit, die z. B. vor Gefahren, Ablehnung oder Kritik schützen soll.
Wenn wir uns das bewusst machen und uns klar machen, dass wir uns als erwachsene Frauen
jetzt auch selbst ein Gefühl von Sicherheit geben können, können wir diese Glaubenssätze
nach und nach auflösen und positive Glaubenssätze formulieren, die uns motivieren und stärken.

Du bietest auch Gründungs-Checks an, für Frauen, die eine Idee haben, aber sich noch
unsicher sind, ob sie damit erfolgreich sein können. Wie unterstützt du sie dabei, mehr Klarheit zu gewinnen und den nächsten Schritt zu gehen?
Frauen, die über eine Gründung nachdenken, stehen oft vor einem Berg von Fragen und
wissen oft nicht, welchen Schritt sie zuerst gehen sollen, was sie genau brauchen für eine
Gründung und ob das Vorhaben überhaupt plausibel ist. Der Gründungscheck soll hier einen
Überblick über das Chaos bringen und die ersten Fragen klären und eine fachliche Einschätzung geben, ob die Idee auch wirklich Substanz hat. Ich möchte durch dieses Angebot Angst und Unsicherheiten reduzieren und einen realistischen Blick auf die Selbstständigkeit vermitteln.
Denn jede Gründerin ist einzigartig und bringt ihre ganz persönlichen Erfahrungen, Stärken und Ressourcen mit. Es ist wichtig, dies bei der Gründung zu berücksichtigen, denn eine Gründung ist ein sehr individueller Prozess, dem meiner Meinung nach keine one-size-fits-all-Lösung gerecht werden kann. Der Gründungscheck schafft zudem eine Basis für ein professionelles und individuelles Gründungscoaching wie z.B. mein 3-monatiges 1:1 Start your Business Coaching.
Warum, glaubst du, zögern viele Frauen trotz großartiger Ideen häufiger als Männer, den
Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen? Woran liegt das aus deiner Sicht – und was müsste
sich ändern, damit mehr Frauen mutig gründen?
Gesellschaftliche Rollenbilder, wie Frauen zu sein haben, sowie die Doppelbelastung durch
Familie und Beruf schränken oft die Motivation, Zeit und Energie ein. Hinzu kommen innere
Zweifel und fehlendes Selbstvertrauen, die durch mangelnde Sichtbarkeit von Vorbildern
verstärkt werden. Auch der begrenzte Zugang zu Netzwerken und Finanzierungsmöglichkeiten macht den Weg schwieriger. Das Zögern sehe ich daher nicht unbedingt als ein individuelles Problem, sondern vielmehr als einen Spiegel gesellschaftlicher Strukturen. Um mehr Frauen zu ermutigen, braucht es gezielte Förderprogramme, sichtbare weibliche Vorbilder und starke Netzwerke. Wenn wir diese Barrieren abbauen und Frauen in ihrer Gründerinnenrolle stärken, eröffnen wir ihnen neue Chancen – für Innovation und eine vielfältige Wirtschaft. Das Zögern ist also weniger ein persönliches Thema der Frauen, sondern ein komplexes Zusammenspiel aus gesellschaftlichen Strukturen, inneren Überzeugungen und fehlenden, professionellen
Unterstützungsangeboten.
Was hättest du gerne am Anfang deiner Selbstständigkeit gewusst?
Am Anfang meiner Selbstständigkeit hätte ich mir gewünscht, Teil eines zu mir passenden
Netzwerkes zu sein und eine empathische und inspirierende Begleitung in der Anfangsphase zu haben. Ich glaubte oft, alles alleine schaffen zu müssen, aber der Austausch mit erfahrenen
selbständigen Frauen und Unternehmerinnen kann unglaublich wertvoll sein – sowohl für
praktische Tipps als auch für das eigene Selbstvertrauen. Unglaublich wichtig ist es, sich auch
privat in einem Umfeld zu bewegen, das stärkend und motivierend ist und diesen Lifestyle
versteht. Ständig auf Widerstand oder fehlendes Verständnis zu treffen, kann sehr belastend
sein. Außerdem hätte ich mir gewünscht, von Anfang an klare Strukturen für meine Finanzen
und mein Zeitmanagement zu haben. Gerade in der Anfangsphase ist es leicht, den Überblick
zu verlieren oder sich zu verzetteln. Ein solides Fundament in diesen Bereichen schafft nicht
nur Sicherheit, sondern gibt auch Raum für Kreativität und Wachstum.
Wie wichtig ist für dich der Austausch und Support unter Frauen – gerade in der
Gründungsphase?
Der Austausch und Support unter Frauen in der Gründungsphase ist unglaublich wichtig.
Gerade weil Frauen oft vor ähnlichen Herausforderungen stehen – sei es beim Umgang mit
Selbstzweifeln, Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder dem Zugang zu Netzwerken und
Finanzierung – schafft der gegenseitige Support eine wertvolle Basis. In solchen Netzwerken
entstehen nicht nur praktische Tipps und neue Perspektiven, sondern auch Motivation und
Selbstvertrauen. Das Gefühl, nicht allein zu sein und gesehen und aufgefangen zu werden mit
den vielen Fragen und Herausforderungen, stärkt den Antrieb, auch schwierige Phasen zu
meistern. Für mich ist der Zusammenhalt unter Gründerinnen daher ein entscheidender
Erfolgsfaktor, der Türen öffnet und den Weg in die Selbstständigkeit erleichtert.




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